Anatomie des Bösen

Lulek ist ein altersmüder Profikiller, der sich aus dem Business zurückgezogen hat und nur noch seine Ruhe haben will. Aber Altersruhe gibt es in der Halbwelt nicht, und die Schatten der Vergangenheit kommen immer wieder zurück. Ein neuer Auftrag ruft. Unglücklicherweise lassen die Augen des Scharfschützen nach, und er muss sich vom jungen Stasiek Unterstützung holen. Der nach einem Afghanistan-Einsatz in Unehren aus der Armee entlassene Stasiek hat zwar mit dem Organisierten Verbrechen nichts am Hut, zielt aber wie kein Zweiter. Irgendwie muss Lulek ihn zur Zusammenarbeit bewegen.

Jacek Bromski liefert in seinem fünfzehnten Spielfilm, der lose an reale Begebenheiten anknüpft, klassisches Genrekino der alten Schule. In diesem Spionagethriller gibt es keine Selbstironie oder kritische Selbstbefragung, sondern quietschende Reifen, böse Hintermänner, glänzende Kanonen, überforderte Polizisten, korrupte Politiker, halbseidene Journalisten, doppelte Böden und echte Männer mit Todesverachtung. Und, was am wichtigsten ist: Es gibt zwei Hauptfiguren, welche dank der beachtlichen schauspielerischen Leistungen von Krzysztof Stroiński (Lulek) und Marcin Kowalczyk (Stasiek) im spannungsreichen Wechselspiel die Spannung bis zum Schluss hoch halten.


OmU

Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel:
Anatomia zła
Deutscher Titel:
Anatomie des Bösen
Produktionsjahr:
2015
Dauer:
01:57
Regie
Jacek Bromski
Drehbuch
Jacek Bromski
Kamera
Michał Englert
Darsteller
Krzysztof Stroiński, Piotr Głowacki, Marcin Kowalczyk