Demon

Piotr, den seine Freunde Python nennen, kommt aus England in die polnische Provinz, um Żaneta zu heiraten. Ein altes Haus soll ihr gemeinsames Zuhause werden. Doch es scheint einen Mitbewohner zu geben, der sich ausgerechnet in der Hochzeitsnacht bemerkbar macht – ein jüdischer Geist aus alten Zeiten erweckt die Vergangenheit zum Leben und ergreift vom Bräutigam Besitz.

Das intelligente, irritierende Spiel mit Genres inklusive Penderecki-Soundtrack schlingert nicht nur galant zwischen Komödie und Tragödie, sondern hält auch noch zahlreiche Anspielungen auf andere Filme bereit. Wajdas Die Hochzeit und Smarzowskis Eine Hochzeit und andere Kuriositäten standen ebenso Pate wie Horrorklassiker der Marke Der Exorzist und The Ring.

Der dritte Spielfilm des früh verstorbenen Marcin Wrona ist gleichzeitig sein Vermächtnis – ein kraftvolles, überraschendes, das mit den Erwartungen des Publikums spielt, sie stets aufs Neue enttäuscht und den Zuschauer mit zahlreichen Wendungen immer wieder überrascht.

PL/IL 2015; OmeU

B: Paweł Maślona, Marcin Wrona

S: Piotr Kmiecik

M: Marcin Macuk, Krzysztof Penderecki

Weitere Darsteller: Itay Tiran, Agnieszka Zulewska u.a.


Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel:
Demon
Deutscher Titel:
Demon
Produktionsjahr:
2015
Dauer:
01:34
Festivalausgabe:
2016
Regie
Marcin Wrona
Drehbuch
Marcin Wrona
Kamera
Paweł Flis
Darsteller
Andrzej Grabowski
Musik
Krzysztof Penderecki