Der Eindringling

Der Schüler John wurde aus der Erziehungsanstalt entlassen und versucht in seiner alten Umgebung wieder Fuß zu fassen. Er bemüht sich möglichst unauffällig aufzutreten und nirgendwo anzuecken. Aber wo er auch auftaucht, seine Vergangenheit – von welcher der Zuschauer nur langsam und bruchstückhaft erfährt – liegt wie ein Schatten über ihm und macht ein normales Leben unmöglich. Die Gesellschaft, aus deren Mitte er kam, betrachtet ihn als nicht willkommenen Eindringling und lässt ihn das auf Schritt und Tritt spüren. Wird es ihm gelingen die Mauer aus Hass und Rachegelüsten zu durchbrechen, oder bleibt nur die Flucht in eine neue Umgebung, wo ihn niemand kennt? 

Das preisgekrönte, kühle und statisch fotografierte Drama entbehrt jede Musik und ist der beste Beleg dafür, dass das polnische Kino längst international geworden ist – der außerge- wöhnlich langsam erzählte Film spielt ausschließlich in Schwe- den. Aber im Grunde genommen ist es egal, wo die Handlung angesiedelt ist: Hier geht es um absolute Werte wie Schuld und Vergebung, die an keinen Ort und an keine Kultur gebunden sind. 


PL/S/FR 2015

R/B: Magnus von Horn

101 min; OmU

(Originalsprache: Schwedisch)

K: Łukasz Żal

S: Agnieszka Glińska

D: Sven Ahlström, Mats Blomgren, Stefan Cronwall, Ulrik Munther, Mats Blomgren, Alexander Nordgren, Wiesław Komasa u.a.




Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel:
Efterskalv
Deutscher Titel:
Der Eindringling
Produktionsjahr:
2015
Dauer:
01:41
Festivalausgabe:
2016
Darsteller
Wiesław Komasa