Die Aufseherin. Der Fall Johanna Langefeld

Am 23. Dezember 1946 flüchtete Johanna Langfeld, die SS-Oberaufseherin der Konzentrationslager für Frauen in Auschwitz und Ravensbrück, aus dem Hochsicherheitstrakt des Krakauer Gefängnisses Montelupich. Damit entging sie dem sicheren Tod durch Erhängen. Das Erstaunliche daran: Die ehemaligen Insassinnen der Konzentrationslager hatten ihr dabei geholfen.

Der Film geht der Frage nach, warum die ehemaligen Häftlinge sich mit einet Frau solidarisierten, die als Teil der NS-Vernichtungsmaschinerie u. a. bei den Gaskammern für die Selektion zuständig war. Denn Langfeld rettete auch einigen Inhaftierten das Leben. Damit zeigt die Recherche anhand von Zeitzeugenbefragungen und Archivrecherchen, wie komplex das Täter-Opfer-Verhältnis sein kann und wie unergründlich das menschliche Herze in unmenschlichen Zeiten ist.

90 min, Omu

mit anschließender Online-Diskussion mit Gerburg Rohde-Dahl und Dr. Simone Erpel,
Moderation: Ulrich Tempel

Gast: Gerburg Rohde-Dahl

Fragen an die Podiumsteilnehmer können bis zum 28. August 2020 um 18:00 Uhr an Ulrich Tempel (tempel@topographie.de) geschickt werden. Der Livestream ist unter www.topographie.de/livestream verfügbar. Ein Screener des Films steht vom 27.08. bis 02.09.2020 unter https://vimeo.com/331389672 mit dem Passwort „filmPOLSKA“ zur Verfügung.

Kategorie:
Dokumentarfilme
Polnischer Titel:
Przypadek Johanny Langefeld
Deutscher Titel:
Die Aufseherin. Der Fall Johanna Langefeld
Produktionsjahr:
2019
Dauer:
90
Festivalausgabe:
2020
Regie
Władysław Jurkow, Gerburg Rohde-Dahl
Drehbuch
Gerburg Rohde-Dahl, Władysław Jurkow
Kamera
Filip Cichecki, Kacper Czubak, Ralf Klingel, Kacper Fertacz, Grzegorz Hartfiel
Musik
Dariusz Kaliński