Rosa

Im Sommer 1945 wandert der ehemalige Offizier der Heimatarmee Tadeusz nach Masuren. Nachdem er Zeuge der Ermordung eines Wehrmachtssoldaten wurde, sucht er dessen Frau Róża auf ihrem Bauernhof auf, um ihr die letzten Erinnerungsstücke ihres Mannes zu übergeben. Da Plünderungen und Vergewaltigungen zunehmend zur täglichen Bedrohung werden, beschließt er, bei ihr zu bleiben. Aber die Zeiten sind denkbar schlecht für ein beschauliches Leben zu zweit in der Provinz.

„Róża“ zeichnet das Bild einer komplexen Zweierbeziehung vor dem Hintergrund von Gewalt, Vertreibung und Nationalismus. Dabei dreht sich der historisch genaue Film immer wieder um nationale Zugehörigkeit und Identität – eine Frage, die vor allem in Masuren von besonderer Tragweite ist, wo die Kategorien „deutsch“ und „polnisch“ nur bedingt funktionieren. Gleichzeitig zeigt er auf eindringliche Weise, dass nach dem Ende des Krieges der Krieg in den Köpfen und auf der Straße noch lange nicht vorbei ist.

Polnische Originalfassung mit deutschen Untertiteln.


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Vorführungen:

Di. 30.04.
20:00 / Babylon

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Kategorie:
Kamerakunst, Neues Polnisches Kino, Hommage
Polnischer Titel:
Róża / Rose
Deutscher Titel:
Rosa
Produktionsjahr:
2011
Dauer:
01:34:00
Festivalausgabe:
2019, 2013
Regie
Wojciech Smarzowski
Drehbuch
Michał Szczerbic
Kamera
Piotr Sobociński jr.
Darsteller
Kinga Preis, Marcin Dorociński, Eryk Lubos, Agata Kulesza, Jacek Braciak, Marian Dziędziel, Edward Linde-Lubaszenko
Musik
Mikołaj Trzaska